24. Dezember

Das Kind

 
K
Und so kam es, dass Maria mitten in dieser Nacht einen kleinen Jungen, den Sohn Gottes zur Welt brachte, ihn in Windeln wickelte und in die Futterkrippe legte, die Josef schon so liebevoll vorbereitet hatte. Die beiden waren nun überglücklich und priesen und lobten Gott, ihren HERRN für alles, was sie in den letzten Wochen und Monaten erlebt hatten. Kurze Zeit später tauchten die drei Sterndeuter Caspar, Melchior und Balthasar im Stall auf. Sie waren auf ihrer Reise von der Stadt Jerusalem einfach immer weiter dem Stern gefolgt und schließlich genau an dem Ort gelandet, wo sich das Kind mit seinen beiden Eltern befand. Da freuten sie sich sehr, es endlich kennen lernen zu dürfen, verneigten sich tief vor dem neu geborenen König, überreichten seinen Eltern ihre kostbaren Geschenke und erwiesen ihnen damit eine große Ehre. Auf dem Rückweg in ihre Heimat wählten sie jedoch eine ganz andere Strecke, um nicht noch einmal bei König Herodes vorbei zu kommen. Nun trafen auch noch die drei Hirten Raphael, Gideon und Michael ganz aufgeregt mit ihren Schafen im Stall ein und erzählten Maria und Josef von ihren Erlebnissen draußen auf dem Feld. Und auch den anderen Leuten, denen sie danach noch unterwegs begegneten, sagten sie voller Freude alles weiter, was sie erlebt hatten, worüber sich diese sehr verwunderten. Maria aber bewahrte das Gehörte in ihrem Herzen und dachte immer wieder darüber nach. So war alles eingetroffen, wie es vorausgesagt worden war und Jesus Christus, der Sohn Gottes und Retter der ganzen Welt ward geboren.
 
Magdalena
 
E
Ab heute feiern wir Weihnachten. Das Kind in der Krippe ist der Grund für dieses Fest.
Ein hilfloses Kind in einem schmutzigen Stall, das die Liebe Gottes zu uns Menschen bringt! Das dürfte für alle Zeiten die Sensation der Menschheitsgeschichte sein. Es ist gut und richtig, dass unsere Zeitrechnung mit diesem unerhörten Ereignis beginnt.
Gott findet mit diesem Kind den idealen Weg, einen Neuanfang zu machen. Dieses Kind setzt Maßstäbe dafür, was es bedeutet, im Sinne des Schöpfers verantwortungsvoll in dieser Welt zu leben. Kinder können staunen. Sie begegnen anderen ohne Vorurteile. Es ist ihnen selbstverständlich, offen für neue Entdeckungen zu sein und die Hilfe anderer Menschen zu brauchen. Kindern stehen alle Wege offen und sie schauen mit Neugier und Zuversicht auf das, was kommt.
Gott betrachtet uns Menschen als seine Kinder – nicht, weil er uns für unmündig hält, sondern weil er so mit uns umgeht, wie es liebevolle Eltern mit ihren Kindern tun. Gott möchte mit uns Gemeinschaft haben, so vertraut wie in einer Familie. Er gibt uns Sicherheit und Halt. Er nimmt uns ernst und hat ehrliches Interesse daran, was uns bewegt. Und Gott legt uns nicht fest auf unsere Vergangenheit. Eltern bieten ihren Kindern immer wieder die Chance, Verpatztes neu zu ordnen und mit Vertrauen nächste Schritte zu wagen.
Und genau das bietet Gott einem jeden von uns zu Weihnachten an:
Schau auf Kind in der Krippe und mache Dein Herz dafür auf, dass Du es dem Gott der Liebe wert bist, auf all seine Hoheit zu verzichten und ein Mensch zu werden wie Du. Begreife, dass dieses Kind Dir die Möglichkeit eines Neuanfangs zeigt. So, wie Gott mit den Menschen einen ganz Neubeginn gemacht hat, kannst auch Du neu anfangen und musst Dich nicht auf alte Verhaltensmuster, erlebte Verletzungen oder Erwartungen anderer festlegen lassen. Entdecke, wie Gott Dich gemeint hat, und trau Dich, immer mehr dieser Mensch zu werden. Der Frieden, den uns die Weihnachtsgeschichte verspricht, wird mit Dir sein und es Weihnachten für Dich werden lassen, wenn Du die Begegnung mit dem greifbar gewordenen Gott suchst.
 
Claudia
 
J
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