21. Dezember

Der Stall

 
K
 „Also…“, begann der Wirt zu sprechen, „Das Einzige, was ich euch im Moment noch anbieten könnte, wäre der kleine, alte Stall meines Ochsen hinter der Herberge. Das wäre zwar nur eine notdürftige Lösung und sicherlich auch nicht gerade der beste Ort für die Geburt eines Kindes, aber immerhin hättet ihr eine warme, trockene Unterkunft für die Nacht, in der ihr vor allem auch Ruhe vor den ganzen anderen Reisenden hättet.“ Kaum hatte der Wirt seine Überlegungen beendet, rief Josef sehr erleichtert aus: „Oh, dieses Angebot nehmen wir gerne an! Haben Sie vielen Dank!“ Und Maria fügte ebenso überglücklich hinzu: „Ja, haben Sie vielen Dank! Gott segne sie!“ Und so führte sie der Wirt in den Stall, der tatsächlich absolut nichts Besonderes war, aber in dem sie es sich doch gemütlich machen konnten. Der freundliche Wirt brachte ihnen kurz darauf sogar noch etwas zu Essen, ein wenig Wasser und ein paar Decken und Windeln und ließ auch noch eine kleine Lampe in der Dunkelheit der einbrechenden Nacht da.
 
E
Was fällt ihnen zuerst ein, wenn sie an einen Stall denken?
Mein erster Gedanke ist: in einem Stall stinkt es. Und man muss aufpassen, wo man hintritt, oft gibt es nicht viel Licht, dort wo die Tiere ihre Nacht verbringen. Jesus ist in einem Stall geboren worden. Nicht durch Zufall. Gott hatte lange genug Zeit nachzudenken, wie und wo Er Mensch werden wollte. Und genauso wollte ER es: in einem Stall in Betlehem.
Der Stall – das ist, manchmal auch ein Bild für unser Inneres. Auch in uns stinkt es manchmal ganz gewaltig. Da ist Wut, Eifersucht und Neid. An all das können wir denken, wenn wir den Stall sehen. Und mitten in diesen Stall wird Jesus Christus geboren. Dieses Kind verwandelt den Stall und das ist das Wunder von Weihnachten. Gott will in diesem Stall geboren werden: Weil Er uns liebt. Jeden Einzelnen von uns. Ganz sicher!
 
Annett
 
J
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