17. Dezember

Heu und Stroh

 
K
Und dann war da noch das Sorgenkind der Herde, ein kleines, weißes Lamm mit etwas dunkleren Flecken und einem kaputten Bein. Es war bereits so auf die Welt gekommen und kannte seinen Körper daher nicht anders. Doch anhand der anderen Schafe konnte es erkennen, dass bei ihm etwas anders war. Es konnte natürlich auch nicht so gut laufen und hinkte vor allem bei der Suche einer neuen Weidefläche immer etwas hinterher. Dann nahmen es die Hirten manchmal ein Stück auf ihren Schultern mit. Doch auch damit ließ sich sein trauriges Gesicht nur kurz aufhellen. Seit einigen Tagen saß das Lamm nun immer weiter abseits vom Rest der Herde und fraß auch deutlich weniger als sonst, da es mittlerweile nicht mehr solange stehen konnte. Die Hirten machten sich bereits große Sorgen und waren so langsam auch etwas ratlos, wie sie ihm noch helfen könnten.
 
E
Heu und Stroh sind und waren schon immer in einem Stall zu finden. Heu ist einfach ausgedrückt getrocknetes Gras und wird als Futter für Kuh, Pferd und Schaf verwendet. Stroh hingegen ist der Rest, welcher bei der Getreideernte übrigbleibt. Es wird hauptsächlich als Unterlage für den Stall genutzt. Darauf schlafen die Tiere deutlich weicher als auf dem harten Boden, aber auch als Nahrung dient das Stroh. Für die Tierhaltung sind Heu und Stroh also die beste Grundlage.
Und für eine spontane Geburt in einem Stall dient es in einer kalten Jahreszeit ideal als wärmendes und weiches Bett für das Neugeborene. Dieses Detail ist uns in der Bibel nicht überliefert worden. In Lukas 2, 7 steht: "Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe." Jedoch der Gedanke an das weiche Heu in der Krippe gibt Hoffnung auf einen guten Start in das Leben von Jesus Christus. Und so singen wir jedes Jahr wieder: "Da liegt es, das Kindlein, auf Heu und auf Stroh, Maria und Joseph betrachten es froh" (EG 43,3).
 
Christina und Robert
 
J
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