Grußwort Januar

Jahreslosung 2021:  Lukas 6,36
Jesus Christus spricht:
Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!
 
Monatsspruch Januar:  Psalm 4,7
Viele sagen: „Wer wird uns Gutes sehen lassen?“
 
Liebe Gemeinde, liebe Leserinnen und Leser unserer Kirchennachrichten,
Brot ist lebenswichtig. Der Prophet Jesaja muss im Auftrag Gottes zum Teilen auffordern. Die Worte sind klar. Von einem Brot, welches geteilt wurde und viele gestärkt hat, ohne dass es gegessen wurde, fand ich folgende Geschichte:
„Ein Professor der Medizin stirbt, und seine drei Söhne lösen seinen Haushalt auf. Die Mutter war schon lange vorher gestorben, und der Vater hatte mit einer langjährigen Haushälterin allein gelebt. Im Arbeitszimmer des Vaters fanden die Söhne neben vielen wertvollen Dingen in einem Schrank ein steinhartes, vertrocknetes, halbes Brot. Die Haushälterin wusste, was es damit auf sich hatte. In den ersten Jahren nach dem Krieg war der Professor todkrank. Da schickte ihm ein guter Freund ein halbes Brot, damit der Professor etwas zu essen hatte. Der aber dachte an die viel jüngere Tochter eines Nachbarn und ließ dem Mädchen das Brot schicken. Die Nachbarsfamilie aber mochte das wertvolle Brot nicht für sich behalten und gab es weiter an eine arme alte Witwe, die oben im Haus in einer kleinen Dachkammer hauste. Die alte Frau aber brachte das Brot ihrer Tochter, die mit zwei kleinen Kindern ein paar Häuser weiter wohnte und nichts zu essen hatte für die Kinder. Die Mutter dachte, als sie das Brot bekam, an den Medizinprofessor, der todkrank lag. Sie sagte sich, dass er ihrem Jungen das Leben gerettet und kein Geld dafür genommen hatte. Nun hatte sie eine gute Gelegenheit, es ihm zu danken, und ließ das Brot zum Professor bringen. „Wir haben das Brot sofort wiedererkannt”, sagte die Haushälterin, „unter dem Brot klebte immer noch das kleine Papierstückchen.” Als der Professor sein Brot wieder in der Hand hielt, sagte er: „Solange noch Menschen unter uns leben, die so handeln, braucht uns um unsere Zukunft nicht bange zu sein. Dies Brot hat viele satt gemacht, obwohl keiner davon gegessen hat. Dies Brot ist heilig. Es gehört Gott!” So legte er es in den Schrank. Er wollte es immer wieder ansehen, wenn er mal nicht weiterwusste und die Hoffnung verlor. Es war das Brot der Hoffnung.“ (aus Axel Kühner Textarchiv)
Gott will, dass wir in den anderen Menschen sein Ebenbild entdecken. Dann wird für alle das Leben erträglicher und unsere Bestimmung kann sich entfalten. In Zeiten von Corona und der Adventszeit mit dem sich nahendem Weihnachtsfest ein wichtiger Impuls für unser Leben!
 
Eine gesegnete Adventszeit, ein frohes Fest und einen guten Übergang ins neue Jahr! Herzlich grüßt sie Ihre Kirchgemeinde mit Pfarrer Klaus Urban