Grußwort April 2019

 Jahreslosung 2019: Psalm 34,15
Suche Frieden und jage ihm nach!
 
Monatsspruch April: Matthäus 28,20
Jesus Christus spricht:
Siehe, ich bin bei euch alle Tage,
bis an der Welt Ende.

 

Liebe Gemeinde, liebe Leserinnen und Leser unserer Kirchennachrichten,
 
der polnische König und sächsische Kurfürst, August der Starke, hatte einst im Musiksaal des Dresdener Schlosses eine erlesene Gesellschaft zu einem abendlichen Konzert eingeladen.
Ein berühmter Musiker sollte ihnen eine Probe seines Könnens zeigen und die vornehmen Leute unterhalten. Man erwartet fröhliche Weisen und wunderbare Tanzmelodien. Doch der Künstler ist von ganz anderer Musik erfüllt, als er all die armen Reichen dort im Saal ansieht. Ganz langsam beginnt Johann Sebastian Bach sein Spiel, und feierlich klingt es durch den Saal: „Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld der Welt und ihrer Kinder ...” Es wird still im Raum und die Menschen lauschen ergriffen  der wunderbaren Musik. Dann ist die letzte Zeile verklungen: „... und spricht: Ich will’s gern leiden!”
Nach einer langen Stille geht der Kurfürst auf Bach zu, zieht seinen Ring vom Finger, steckt ihn Johann Sebastian Bach an und sagt: „Trag er den Ring zum Andenken an diese Stunde und zum Zeichen, dass ich ihm lebenslang verbunden bin in Dankbarkeit und Freundschaft. Er hat mir an diesem Abend viel gegeben. Durch sein Lied hat er zu mir geredet, wie noch keiner es vermocht hat. Ich danke ihm.”
„Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld der Welt und ihrer Kinder; es geht und büßet in Geduld die Sünden aller Sünder; es geht dahin, wird matt und krank, ergibt sich auf die Würgebank, entsaget allen Freuden, es nimmet an Schmach, Hohn und Spott, Angst, Wunden, Striemen, Kreuz und Tod und spricht: Ich will’s gern leiden!” (Paul Gerhardt EG 83)

Sonntag für Sonntag feiern wir Gottesdienst im Anblick des Spruches auf dem Altar unserer Kirche: „Siehe, das ist Gottes Lamm. welches die Sünde der Welt trägt!“ (Johannes 1,29). Die Macht Jesu hat unsere Welt gerettet. Jesus verspricht uns, alle Tage bei uns zu sein!
Lassen Sie sich einladen, das in Gemeinschaft zu feiern. Im Erinnern an das Leiden und Sterben und an die Auferstehung dürfen wir seine Macht auch heute spüren! Mit der Musik am Karfreitag, der Andacht auf dem Wachberg am Ostersonntagmorgen und dem Gottesdienst danach laden wir Sie alle herzlich in besonderer Weise dazu ein!

Herzlich grüßt Sie Ihre Kirchgemeinde mit Pfarrer Klaus Urban