Grußwort Februar 2019

 Jahreslosung 2019: Psalm 34,15
Suche Frieden und jage ihm nach!
 
Monatsspruch Februar: Römer 8,18
Ich bin überzeugt, dass dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht fallen
gegenüber der Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll.

 

Liebe Gemeinde, liebe Leserinnen und Leser unserer Kirchennachrichten,
 
äußerlich ist die Perlmuschel unansehnlich. Ihre Schale ist rau. Öffnet man sie aber, so wird ein perlmuttfarbiger Grund sichtbar. Und dann kommt es vor, dass die Muschel eine Perle bildet. Schimmernd liegt sie als Kostbarkeit im Innern der Muschel.
Und doch ist jede Perle im Grunde eine Abwehrreaktion der Muschel auf eine Störung. Irgendein Fremdkörper gelangt in die Muschel, etwa ein störendes Sandkorn. Wenn sich die Muschel des schmerzenden Eindringlings nicht entledigen kann, legt sie um ihn Schicht um Schicht, schließt den Fremdkörper mit Schmelz ein und macht ihn unschädlich. So entsteht die Perle, ein Wunderwerk an Farberscheinungen, an Glanz und Form, keine der anderen gleichend und als kostbarer Schmuck hoch begehrt. Zum Schutze ihres Lebens hat die Muschel das Böse mit kostbarem eigenem Schmelz umkleidet und so nebenbei eine Kostbarkeit geschaffen.  Die Perlmuschel wird für uns ein Bild der Überwindung des Bösen. Sind wir auch fähig, das Leid, das uns zerstören will, einzukleiden in unser Vertrauen in Gottes Trost, in neue Offenheit für andere Menschen? Und vielleicht wird aus all der Not noch eine Perle der Hoffnung und der Ermutigung für uns selbst und für andere.
Viele machen die Erfahrung, dass Schmerz und Leid den Menschen stärken und läutern können und dass das Aufblicken zu Jesus gerade in schweren Zeiten die    Glaubensgewissheit wachsen lässt.
Suche in den Leiden die Bedeutung, die sie für dein geistliches Leben hat und die Bitterkeit deiner Leiden wird sich in eine Perle verwandeln!
Warum Gott Leiden zulässt, ist oft nicht zu verstehen. Aber dass Gott durch Leiden führt und gerade darin seinen Trost schenkt und seine Herrlichkeit offenbart, dafür ist Paulus selbst ein Beispiel. Gott hat ihn zu einem Zeugen seines Handelns und zum Boten seiner Offenbarung gemacht. Im Leiden und Sterben von Gottes Sohn Jesus Christus zeigt sich, dass Gott noch eine andere Perspektive für unser Leben hat: Seine Herrlichkeit! Diese Herrlichkeit wiegt viel mehr als alles, was uns in unserem irdischen Leben widerfahren kann. Wenn der Frühling beginnt, lässt Gott uns von seiner Herrlichkeit etwas ahnen!              
   
Ihnen allen Gottes Segen und die Gewissheit, dass Gott viel mehr Gutes als Schweres bereit hat!
Herzlich grüßt Sie Ihre Kirchgemeinde mit Pfarrer Klaus Urban