Grußwort September

Jahreslosung 2021:  Lukas 6,36
Jesus Christus spricht:
Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!
 
Monatsspruch September: Haggai 1,6
Ihr sät viel und bringt wenig ein; ihr esst und werdet doch nicht satt;
ihr trinkt und bleibt doch durstig; ihr kleidet euch, und keinem wird warm;
und wer Geld verdient, der legt’s in einen löchrigen Beutel.
 
Liebe Gemeinde, liebe Leserinnen und Leser unserer Kirchennachrichten,
 
„Neige Herr, dein Ohr und höre …“ Die Bitte eines Herrschers im Tempel von Jerusalem hat es geschafft, für die Nachwelt festgehalten zu werden. Gott soll sein Ohr neigen und ihm, dem König Hiskia, die Augen öffnen. Die Situation, vor der der König mit seinem Volk steht, ist ziemlich aussichtslos.
Die Haltung des Königs verdient Respekt. Bei aller Hoffnung, die er auf andere Mächte und ihre Hilfe setzt, wendet sich der König Hiskia im Gebet an Gott persönlich. Hiskia weiß, dass er entscheiden muss, wie es weitergehen soll. Von Norden her kommt die Streitmacht des Königs Sanherib. Sanherib ist das Siegen gewöhnt. Und in seinen Botschaften verhöhnt er den Gott des Volkes Israel. Damit greift Sanherib die Grundfesten des Volkes Israel an. Gott, der das Volk einst aus der Sklaverei aus Ägypten geführt hat, wird von diesem Gegner des Volkes Israel in seinem Hochmut auf schlimme Art und Weise verhöhnt. Die Lage für das Volk Israel und seinen König Hiskia scheint wirklich aussichtslos zu sein. Und wann der Krieg die Stadt Jerusalem mit dem Tempel erreichen wird, scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Der König sieht nur einen Ausweg: die Hilfe Gottes. Da hilft nur noch beten. So betet der König im Tempel. Nun kommt es anders, als Sanherib angesagt hat. Mit schmerzlichen Tributzahlungen wird der Gegner für einige Zeit abgehalten, Jerusalem zu belagern. Das, was der Prophet Jesaja dem König verkündet, tritt wirklich ein. Der Krieg erreicht den Tempel und die Stadt Jerusalem nicht. König Sanherib zieht mit seinen Truppen vorher wieder ab. Offensichtlich hat Gott sein Ohr zu der Bitte des Königs geneigt und hergesehen. Gott hat nicht zugelas-sen, dass er von so einem gottlosen König wie Sanherib verspottet wird. Gott hat auch damals schon in der Politik gewirkt und Herrscher in die Schranken gewiesen. Von Hiskia können wir lernen, wohin wir uns auch in ausweglosen Situationen wenden können: Im Gebet an Gott persönlich. Ein Gebet ist eine wunderbare Möglichkeit, seinem Vertrauen und dem Glauben an Gott Ausdruck zu geben. Gott will eigentlich nur eines von uns: dass wir ihm vertrauen. In diesem Vertrauen wird Gott auch uns zeigen, was unsere nächsten Schritte im Handeln sein sollen. So wird unser Gebet zu einer Tat, die durch nichts zu ersetzen ist. Unser Gebet wird uns dann auch zeigen, welche Tat für uns dran ist. Gott schenke uns allen die Gewissheit, dass ER seine Ohren zu uns neigt und wir dadurch gestärkt werden!
 
Gottes Segen Ihnen allen!
Ihre Kirchgemeinde im Kirchspiel Dresdner Heidebogen mit Pfarrer Klaus Urban